Jugendlager Sonntag

Nach einer sternenklaren, doch eiskalten Nacht in unseren Zelten, begann der Tag mit einem stärkenden Frühstück um 9:00 Uhr. Obwohl wir das Standard-Frühstück des Lagers gewohnt waren, durften wir uns über frisch gekochte Eier freuen.

Nachdem zwei zusätzliche Stunden auf unserem Schlafkonto gelandet waren, starteten wir einen kleinen Wettbewerb voller komplexer Challenges. Die bunt gemischten Gruppen entstanden mithilfe des mathematischen Dividierens der Jugendlichen durch fünf, was sich im Ferienmodus als klare Herausforderung offenbarte.

Unser Jugendlagerleiter Julian betreute die erste Station, welche viel Geschick erforderte. Eine Papprolle wurde auf jeweils einem Zeigefinger jeder Person balanciert und musste mithilfe koordinativen Abstimmens zu Boden gelegt werden, ohne dass der Kontakt zu einem Finger abbrach. 

Die nachfolgende Station von Sweety-Stefan trieb uns an die Grenzen unserer stummen Absprache. Die Aufgabe war es, ohne jegliches Sprechen und teils geschlossener Augen, das Team nach Alter, Haarlänge, Schuh- und Körpergröße zu sortieren, was sich bei manchen Gruppen als kompliziert herausstellte.

Birgit stellte uns die nächste Herausforderung, uns im Kreis aufzustellen. Die Schwierigkeit lag darin einen Plastikbecher konstant mit den Zähnen festzuhalten und Wasser vom Nachbarn annehmen zu müssen, doch auch die erhaltene Flüssigkeit in den Becher des Nächsten umzufüllen. Dies brachte uns alle sowohl geistig als auch körperlich näher.

Nach diesem etwas feuchten Austausch, forderte uns Ruben bei seiner Challenge dazu auf, im Kreis aufgestellt und mit geschlossenen Augen nach vorn zu laufen, um dort blind nach zwei Händen zu greifen. Hierbei entstand ein verworrenes Netz aus Körpern, welches wir entflechten mussten, ohne diesen intimen Körperkontakt zu unterbrechen.

Zum Abschluss wurde erneut unser mathematisches Können benötigt. Augenmasken tragend griffen wir alle mit einer Hand an ein Seil und mussten anschließend bestimmte Zahlen von eins bis neun leserlich darstellen, was zum Teil ein blamierender Reinfall war.

Hungrig wurden wir entlassen und stürzten uns auf Nudeln mit Rindergulasch, was wir uns eindeutig verdient hatten. Allerdings wurden wir, wie bei jeder Mahlzeit, von aggressiven Wespen attackiert.

Mit einer weiteren Stunde auf unserem Schlafkonto machten wir uns zu Fuß auf den Weg ins nahegelegene Freibad. Dort verbrachten wir die Zeit mit olympiareifen Sprüngen vom Turm, Wettrutschen, schwimmen und anderen sportlichen Aktivitäten bis uns der Hunger wieder ins Lager trieb.

Das bevorstehende Abendessen nutzten wir um uns für diese sternschnuppenreiche Nacht zu stärken. Bevor die Dunkelheit jedoch eintraf vertrieben wir uns die Zeit mit Werwolf und anderen Gesellschaftsspielen oder einem Trip zum Dönermann der Stadt.

Nun warten wir gespannt auf die angekündigten Sternschnuppen in einer gemütlichen Runde…

 

 

 

aus JL Zelt 1: Carla D. Und Paulina H.