Kinderlager Samstag

Ein Jahr ist es schon wieder her, dass die Zelte in den Lagerräumen verstaut wurden. Dementsprechend groß war die Freude beim großen Wiedersehen nach langer Zeit. Alsbald alle prall gefüllten Koffer fachgerecht und rutschfest verstaut waren, ging es pünktlich wie die Deutsche Bahn um 10 Uhr MEZ los. Unter einigen Personen kam es vor Freude und Trauer sogar zu spontaner Tröpfchenbildung im Bereich des Sehapparates (wir vermissen dich auch!!!). Nach dreistündiger Fahrt, inkl. halber Stunde Pause, kamen alle mitgereisten Kinder und Betreuer heil und unversehrt am Zeltplatz „In der Muhne“ im schönen Haselünne an und wurden herzlichst von den tags zuvor angereisten Betreuern und Küchenschaben in Empfang genommen, welche den Zeltplatz bereits im Schweiße ihres Angesichts auf den erwarteten Kinderansturm vorbereitetet hatten. Somit konnten die Sprösslinge bei ihrer Ankunft professionell zusammengeschusterte und optimal abgespannte Zelte bestaunen. Nachdem sich das Getummel um die Busse herum auflöste und sich die Kinder mit ihren neuen temporären Behausungen vertraut machten, wurden goldbraun gebrannte Bratlinge in diversen Teigkreationen in Kombination mit gelben und roten Viskositäten gereicht. Sogar die sich willkürlich entladenden Regenwolken konnten die grandiose Stimmung der Kolpingallianz nicht schmälern. Während dann die Betreuer und Lagerleiter den organisatorischen Aspekten des Lagers den letzten Feinschleif verpassten, hatten die Kinder die Möglichkeit sich mit dem haselünner Campingbiotop zu aklimatisieren. Nach einem erschreckenden Blick gen Zeiger der Uhr wurden die Tische mit Nahrungsaufnahmehilfsmitteln versehen und für das anstehende Abendmahl prepariert. Im direkten Anschluss an diese wohltuende Stärkung schwang Lagerleiter Michael Voß (gen. Vossibär) eine informative und herzliche Begrüßungsansprache. Zum Abschluss des Tages konnten wunderhübsche Perlenketten (laut Bastelexpertin Annika Wapelhorst aus dem Fachbereich Kleben und Schneiden „vielfach verwendbar“) gefertigt werden oder man konnte sich die letzten verbliebenen Energiereserven mit Ballspielen wie Völker- oder Fußball eliminieren (Zitat Sportexperte Jan-Niclas Nutt: „Man war das ein Spaß!“).  Zwar mussten wir uns am Ende des Tages aufgrund einer höheren Instanz ohne das traditionelle wärme- und lichtspendende Lagerfeuer auf den Weg in die Traumwelt machen, doch so hatten wir die Gelegenheit uns ohne Lichtverschmutzung am nackten Sternenhimmel zu ergötzen.

 

Quintessenz (lateinisch quinta essentia, wörtlich „fünftes Seiendes“) war ursprünglich der lateinische Ausdruck für das fünfte Element, das Aristoteles angenommen und Äther genannt hatte. Heute bedeutet Quintessenz „das Wesentliche“, „das Wichtigste“(zum Beispiel der Hauptgedanke in einer Argumentation).

Lennart, Florian, Lukas S.